Was ist Damaszenerstahl und deutscher Stahl?
Was ist Damaszenerstahl?
Der Ursprung der Bezeichnung „Damaszenerstahl“ ist umstritten: Die beiden islamischen Gelehrten Al-Kindi und Al-Biruni (etwa 800–873 n. Chr.) schrieben über Schwerter und Schwertstähle, die sie anhand ihres Aussehens, des geografischen Ortes, an dem sie hergestellt oder geschmiedet wurden, oder des Namens des Schmieds beschrieben. Beide Gelehrten erwähnen außerdem in gewissem Umfang „damscene“ oder „damascus“, wenn sie die Schwerter beschreiben.
Auf Grundlage dieser Quellen gibt es drei mögliche Ursprünge für den Begriff Damaszenerstahl:
- Al-Kindi bezeichnete in Damaskus in Sibirien geschmiedete Schwerter als „damaszenisch“. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Schwerter nicht als solche mit einer wellenförmigen Musterung auf der Stahloberfläche beschrieben wurden.
- Al-Biruni erwähnt einen Schwertschmied namens Damasqui, der Schwerter aus Tiegelstahl herstellte.
- Im Arabischen bedeutet das Wort „damas“ „bewässert“, und Damaszenerklingen werden häufig als Klingen mit einem Wassermuster auf ihrer Oberfläche beschrieben.
Die verbreitetste Erklärung ist, dass der Stahl nach der syrischen Hauptstadt Damaskus benannt wurde, der größten Stadt der antiken Levante. Damit können entweder Schwerter gemeint sein, die direkt in Damaskus hergestellt oder verkauft wurden, oder die Bezeichnung bezieht sich lediglich auf das typische Muster, in Anlehnung an Damaststoffe, die ebenfalls nach Damaskus benannt sind.
Was ist deutscher Stahl?
Deutsche Messer werden gewöhnlich aus rostfreiem Stahl mit einer Härte von 56–58 auf der Rockwell-Skala hergestellt. Rostfreier Stahl enthält Chrom. Dadurch wird der Wert auf der Rockwell-Skala gesenkt. Der Vorteil ist eine Messerklinge, die korrosions- und rostbeständig ist.
Köche sind sich im Allgemeinen einig, dass Messerklingen aus rostfreiem Stahl im deutschen Stil robuster sind als Klingen im japanischen Stil. Bei einem Messer im deutschen Stil besteht weniger Sorge, dass die Klinge ausbricht oder bricht. Dank ihrer Langlebigkeit können Sie sie für mehr Schneid- und Hackarbeiten verwenden.
Die weichere Beschaffenheit des Stahls ermöglicht dennoch eine scharfe Schneide, allerdings müssen Sie rostfreien Stahl häufiger abziehen und schärfen. Der weichere Stahl erleichtert außerdem das Schärfen der Klinge – auch wenn eine Klinge aus rostfreiem Stahl dazu führt, dass ein deutsches Messer seine Schärfe schneller verliert als sein japanisches Gegenstück, das aus kohlenstoffreichem Stahl gefertigt ist.